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Archiv: November 2008

Kritik am unverhältnismäßigen und überharten Einsatz der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) Schwerin nach dem Spiel FC Hansa Rostock II – Hallescher FC am 15.11.08Am Samstag dem 15. November reisten rund 150 Fußballfans des Halleschen FC mit dem Zug nach Rostock um der Regionalligapartie Hansa Rostock II – Hallescher FC beizuwohnen. Auf der 5,5h Fahrt blieb es ruhig und auch im Stadion sowie dessen Umfeld kam es aus unserer Sicht zu keinen Vorfällen. Bedauerlicherweise kam es während des Rücktransports mit 2 Bussen zum Bahnhof einen Zwischenfall, als ein Unbelehrbarer einen Feuerwerkskörper in einem Bus zündete und dieser kurzzeitig evakuiert wurde. Doch auch dort beruhigte sich die Lage recht schnell und die HFC-Fans stiegen wieder in den Bus, wobei dort schon die schwarz gekleideten Beamten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit durch ihre Aggressivität & Brutalität gegenüber den Fans auffielen. Fans wurden mit Faustschlägen traktiert, damit neben der schon vorher anwesenden Landespolizei nun auch die BFE Platz im vollen Bus hatte. Man erkundigte sich während der Fahrt nach den Namen der Beamten, doch wusste man eigentlich schon vorher, dass man auf totale Ignoranz stößt. Trotz allem verlief der restliche Rücktransport zum Bahnhof ruhig.
Im Hauptbahnhof versorgten sich einige Fans in einem 24h-Shop für die 5,5h Rückreise mit Getränken und kleineren Snacks. Dies geschah unter den Augen der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bundespolizei und verlief somit ohne Zwischenfälle. Einige Minuten später stürmte die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit das Bahnhofsgebäude. In einer sehr aggressiven Art und Weise stieß und zerrte man nicht nur die sich dort aufhaltenden Fans sondern auch “normale” Passanten, die sich zufällig dort aufhielten, vom 24h-Shop weg. Dass die Beamten nicht ihrer Hauptaufgabe, der “Beweissicherung und der Festnahme von Straftätern.”, nachkamen, sondern mit gezielten Faust- und Schlagstockschlägen gegen Oberkörper und vor allem Kopf die Menschenmasse wie Vieh vor sich hertrieben, führte zu einer Massenpanik. Flüchtende Fans und Passanten, rannten die Treppe hinunter in das Gebäudeinnere. Wer nicht schnell genug wegkam, oder einfach nur total verwirrt die ganze Szenerie beobachtete, wurde brutal die Treppe hinunter gestoßen, geprügelt oder getreten. Eine Begründung des Einsatzes gab es von Niemandem, man wurde stattdessen angebrüllt und obwohl man schon in Bewegung war und sich vor möglichen Verletzungen schützte, bekamen diejenigen in den letzten Reihen andauernd Schläge mit dem Einsatzstock ab. Die Situation eskalierte vollends, als die ca. 150 Zugfahrer und unzählige Passanten die Treppe zum Gleis regelrecht hochgeprügelt wurden. Um das Prozedere zu beschleunigen, setzten die Beamten der BFE ein aggressives Reizgas ein, welches die Massenpanik verschärfte. Die Leute stolperten teilweise blind die Treppe hinauf; wieder kamen Einige zu Fall. Es gab sogar einen kurzzeitig Bewusstlosen auf der Treppe. Dass hier mehrere Menschenleben auf dem Spiel standen, sollte man sich ganz genau vor Augen führen! Kurze Zeit später befanden sich alle im Zug. Von mehr als 40 Verletzten, viele davon von Schlägen und Reizgas gezeichnet, wurde gesprochen. Dass das alles noch nicht reichte, zeigten die Beamten der BFE bei Abfahrt des Zuges: Hämisches Grinsen und Winken musste man sich nach dieser Hetzjagd als Fan gefallen lassen.
Wir fragen uns bei solchen Szenen ob es sich dort um Polizeibeamte oder Hooligans in Polizeiuniform handelte, wenn solche Leute scheinbar noch Spaß an ihrem gewalttätigen Handeln finden und die verletzten Fußballfans auslachen! Die begleitende Bundespolizei teilte kurz nach der Abfahrt mit, dass in Waren (Müritz) mehrere Sanitäter zur ärztlichen Versorgung bereitstehen und der Zug außerplanmäßig einen 10-minütigen Stop einlegen wird. Aus Gesprächen mit den Beamten im Zug konnte man erfahren, dass auch diese den Einsatz als vollkommen unnötig erachteten. Besonders auffällig bei dieser Räumungsaktion war das Erscheinungsbild der BFE. Sie trugen weder Schutzhelm, noch anderweitige Schutzpanzer. Man hatte das Gefühl, dass die Beamten ganz genau wussten, dass sie nicht zur Verantwortung gezogen werden. Auf ihren schwarzen Overalls waren keinerlei Identifikationszeichen zu erkennen. Im Nachhinein ist also für keinen der 40 Verletzten Fans eine Anzeige wegen (schwerer) Körperverletzung im Amt möglich.

Der beschriebene Einsatz war mehr als willkürliche Polizeigewalt. Wild gewordene Beamte, die auf alles und jeden einprügelten, als gäbe es kein geltendes Recht für diese Herrschaften. Wir verurteilen die Vorkommnisse (Feuerwerkskörper) während der Busfahrt auf das Schärfste, jedoch steht der Einsatz der BFE in keiner Relation zu den Vorfällen. Wir möchten Sie daher bitten, diese Vorfälle lückenlos aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Und zwar so, wie Sie es auch mit gewalttätigen Fußballfans tun! Ihre Aufklärung ist auch wichtig, um in den Fanszenen den, durch diese Einsätze hervorgerufenen Hass auf Polizeibeamte, nicht weiter zu schüren. Unter solchen Umständen werden immer weniger Fans die eingesetzten Beamten respektieren und ihnen vertrauen! Zeigen Sie dass wie beim Fußball auch bei der Polizei kein Platz für Gewalttäter ist!

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Fanprojektbeirat der Fanclubs des Halleschen Fußballclub

2008 11 Nov

Spezialisten überall

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Ein Thema, womit ich (und sicher viele andere auch) immer wieder konfrontiert werden ist, dass es immer mehr Spezialisten (und ich möchte mich nicht davon ausnehmen) gibt… Nehme ich zum Beispiel mal “mein Schaffensgebiet”, die Computerei:

Die Entwicklungen der vergangenen Jahre sind rasant vorbei gezogen, Fachzeitschriften wie c’t oder CHIP machen es dem “Fachpublikum” leicht am Ball zu bleiben. Gleichzeitig gibt es aber auch Magazine wie “Computer BILD” & Co. oder auch tolle Rubriken in verschiedenen TV-Formaten, die dem Otto-Normal-Verbraucher den Eindruck vermitteln sollen, den Anschluss an den neuesten Entwicklungen nicht zu verlieren. Leider gehen diese Produkte teilweise soweit zu vermitteln, dass man nach deren Aufnahme unglaublich mehr gebildet und bei regelmäßigem Konsum ein halber Spezialist ist. Was sind die Ergebnisse davon?

Ein Beispiel aus der Familie: Vor einigr Zeit hatte ich eine Diskussion mit einem mir nahe stehenden Verwandten. Seiner Meinung nach ist die Gattung der “IT-Spezialisten” eine aussterbende Art, die Zukunft gehe doch eher dahin, dass Mitarbeiter IT-Kenntnisse haben und nebenher noch das Kerngeschäft (in Unternehmen die nicht im IT-Bereich tätig sind) bedienen. Argumente zur Untermauerung dieser These sind/waren, dass die Tätigkeiten, z.B. eines Systemadministrators ja immer “einfacher” und “überschaubar” wären, durch die gängige IT-Regenbogenpresse geschürt entsteht der Eindruck, dass ja sowieso alles easy ist, udn sich IT-Systeme von allein am Leben halten.

Ein anderes Beispiel aus dem Job: Immer mehr und mehr User, großteils Vertreter der jüngeren Generationen, derer die mit Computer & Co. aufgewachsen sind, sind der Überzeugung auch bei IT-Fragen qualifiziert mitreden (und dummerweise auch entscheiden zu können). Vielleicht bin ich altmodisch oder sehe das vollkommen weltfremd (in diesem Fall nutzt ruhig die Kommentarfunktion), aber ich sehe eine hausinterne IT-Abteilung in gewisser Weise als Dienstleister, der IT-Lösungen für die Geschäftsprozesse zur Verfügung stellt. In der Praxis sieht das dann so aus, dass der Anwender Anton vor einem Problem sitzt oder eine bestimmte Anforderung hat einen Sachverhalt zu lösen/umzusetzen, und sich dann an die IT-Abteilung wendet. Gern kann er seine eigenen Gedanken und Vorschläge einfließen lassen, aber meiner Auffassung nach besteht die Aufgabe der IT darin eine Lösung für das Problem zu finden und diese bereit zustellen. Hierbei gibt es für ein einziges Problem meist mehrere Lösungen..

Nun beobachte (und erlebe es am eigenen Leib) ich immer häufiger, dass die Entscheidung der Umsetzung bereits beim Anwender getroffen wird, die IT-Abteilung wird informiert, in Kenntnis gesetzt darüber, welche Entscheidung getroffen wurde und dass sie diese umzusetzen haben… - Ich will niemandem die Kompetenz abstreiten eine geeignete Lösung zu finden, eine Lösung die sicherlich auch passend für dieses (!) Problem ist. Doch wer hat denn im Endeffekt den Überblick über alle Probleme (und gefundenen Lösungen) im Unternehmen? Sicher doch die IT-Abteilung.. Und sollte es dann nicht auch in deren Verantwortung liegen, dass eine Lösung gefunden wird, die vielleicht nicht die passendste für dieses Problem ist, dafür aber umso passender für das Unternehmen und die IT-Infrastruktur ist? Sollte die IT nicht einen gewissen Weg festlegen, wie sich IT-mäßig entwickelt wird?

Solche Entscheidungen fangen an bei “Verteilerliste oder Gruppenpostfach”, bei denen ein ambitionierter User der Auffassung ist, dass eine Verteileriste doch ganz toll ist. Die Anforderungen werden nicht mitgeteilt, und im Nachhinein erfährt man, dass Sinn und Zweck der ganzen Aktion war, dass eine eingegangene Mail auch abgearbeitet wird und nicht gelesen verwaist.. Ein Feature, würde man IT fragen, welches Out-of-the-Box in einem Gruppenpostfach vorhanden ist (Abhaken). Oder die Infragestellung der funktionierenden Umsetzung von Wireless Active Sync, schließlich macht Black Berry ja gerade Werbung und die Geräte sehen grad so toll aus.. - Ich möchte mit diesem Beispiel nur eines zeigen: Anwender, die zu Hause ihren Computer “administrieren”, vielleicht noch den der Kiddies mit einem Router zu einem kleinen Netz verbunden haben, kommen ganz schnell auf die Idee in unternehmensrelevanten IT-Entscheidungen die Entscheider zu sein..

Ich möchte niemanden anprangern oder als inkompetent abstellen, ich beanspruche für mich keinesfalls den Rang des “Allwissenden”.. Aber lasst uns IT’ler doch unseren Job machen..

Hallo,

seit nunmehr einigen Wochen beschäftige ich mich mit der .NET-Programmierung unter C#. Ich als blutigster C#, .NET oder genereller Programmierneuling tue mich in manchen/vielen Sachen recht schwer, dennoch möchte ich allen, die es interessiert so manch “Errungenschaft” nicht vorenthalten.

Heute: Wie bekomme ich aus dem Active Directory die Email-Adresse zu dem User, der das Formular aufruft.

Als Helfer komtm hier der Directory Searcher zum Einsatz:

Als Erstes, wichtigstes müssen die entsprechenden Using-Direktiven gesetzt werden: 

using System;
using System.DirectoryServices;
using System.Security.Principal;
using System.Web;

In meinem Webform habe ich die Abfrage in den Page_Load Bereich gesteckt, da ja beim Aufbau der Seite das Webform schon ein Stück ausgefüllt werden soll. Die erste Zeile

IIdentity user = HttpContext.Current.User.Identity;

zieht den aktuellen Benutzernamen und übergibt ihn an user.

Auf der nächsten Zeile

string userName = user.Name.Substring(user.Name.IndexOf("\\") + 1);

lege ich eine neue Variable “userName” an und belege diese mit einem Substring. Das ist deswegen notwendig, weil mir unter user mein Login inklusive Domain, also z.B. DOMAIN\USER übergeben wird, ich aber im ADS wenn ich nach DOMAIN\USER suche, nicht fündig werde. Nur USER führt zum gewünschten Ziel.

Nun lege ich noch eine Variable mail vom Typ string an, die ich später verwende.

string mail = "";

Als nächstes wird der Sucher festgelegt

DirectorySearcher search = new DirectorySearcher();
SearchResult result = search.FindOne();

Weiter geht’s. Der Sucher ist gesetzt, ein Filter fehlt noch, ich muss ja sagen, was ich suche:

search.Filter = String.Format("(SAMAccountName={0})", userName);

Außerdem schränke ich die Details der Suchergebnisse noch etwas ein, ich bin ja im Augenblick auf der Suche nach der Email:

search.PropertiesToLoad.Add("samaccountname");
search.PropertiesToLoad.Add("mail");

Und schon kann die Sucherei losgehen:

result = search.FindOne();

Jetzt kann es aber passieren, dass kein Ergebnis gefunden wird, oder dass etwas gefunden wird, aber keine Email-Adresse hinterlegt ist. Für diesen Fall fügen wir noch die folgende Abfrage an:

  if (result != null)
  {
  if (result.Properties["mail"].Count < 1)
  {
  txtbx_gen_mymail.Text = "leer";
  }
  else
  {
  mail = (result.Properties["mail"].Count > 0) ? (string)result.Properties["mail"][0] : "";
  txtbx_gen_mymail.Text = mail;
  }
  }
  else
  {
  txtbx_gen_mymail.Text = "Email for " + user.Name + " could not be found";
  }

Außerdem habe ich im zugehörigen Webform ein Textfeld txtbx_gen_mymail angelgt.

Dieser Code wertet die 3 Fälle wie folgt aus:

1. Objekt gefunden, aber Email-Adresse ist leer: txtbx_gen_mymail bekommt als Inhalt leer

txtbx_gen_mymail.Text = "leer";

2. Objekt gefunden, Email-Adresse ist ausgefüllt: txtbx_gen_mymail wird mit mail belegt

mail = (result.Properties["mail"].Count > 0) ? (string)result.Properties["mail"][0] : "";
txtbx_gen_mymail.Text = mail;

3. Objekt nicht gefunden (result = null): Hinweistext in txtbx_gen_mymail

txtbx_gen_mymail.Text = "Email for " + user.Name + " could not be found";

So, im Großen und Ganzen ist das alles kein Hexenwerk, wenn mal mal durchgestiegen ist. Aber für jeden Anfänger doch eine ziemlich Hürde, bei der ich hoffentlich helfen konnte…


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