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Archiv: Fußball

Dass Polizeigewalt ein Thema ist, wird immer öfter erlebt, leider kann dies selten der Öffentlichkeit bewiesen werden. Das folgende Youtube-Video beweisst hoffentlich, dass es keine Lügenmärchen sind, sondern es sich bei vielen Anschuldigungen um die traurige Wahrheit handelt..

Das Video bei Youtube, zusätzlich gibt es noch eine erklärende Seite [Link 1|Link 2 ], die auch die Hintergründe des Ereignisses darstellt.

Hier noch ein Artikel von Zoomer.. weiterlesen… »

Kritik am unverhältnismäßigen und überharten Einsatz der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) Schwerin nach dem Spiel FC Hansa Rostock II – Hallescher FC am 15.11.08Am Samstag dem 15. November reisten rund 150 Fußballfans des Halleschen FC mit dem Zug nach Rostock um der Regionalligapartie Hansa Rostock II – Hallescher FC beizuwohnen. Auf der 5,5h Fahrt blieb es ruhig und auch im Stadion sowie dessen Umfeld kam es aus unserer Sicht zu keinen Vorfällen. Bedauerlicherweise kam es während des Rücktransports mit 2 Bussen zum Bahnhof einen Zwischenfall, als ein Unbelehrbarer einen Feuerwerkskörper in einem Bus zündete und dieser kurzzeitig evakuiert wurde. Doch auch dort beruhigte sich die Lage recht schnell und die HFC-Fans stiegen wieder in den Bus, wobei dort schon die schwarz gekleideten Beamten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit durch ihre Aggressivität & Brutalität gegenüber den Fans auffielen. Fans wurden mit Faustschlägen traktiert, damit neben der schon vorher anwesenden Landespolizei nun auch die BFE Platz im vollen Bus hatte. Man erkundigte sich während der Fahrt nach den Namen der Beamten, doch wusste man eigentlich schon vorher, dass man auf totale Ignoranz stößt. Trotz allem verlief der restliche Rücktransport zum Bahnhof ruhig.
Im Hauptbahnhof versorgten sich einige Fans in einem 24h-Shop für die 5,5h Rückreise mit Getränken und kleineren Snacks. Dies geschah unter den Augen der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bundespolizei und verlief somit ohne Zwischenfälle. Einige Minuten später stürmte die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit das Bahnhofsgebäude. In einer sehr aggressiven Art und Weise stieß und zerrte man nicht nur die sich dort aufhaltenden Fans sondern auch “normale” Passanten, die sich zufällig dort aufhielten, vom 24h-Shop weg. Dass die Beamten nicht ihrer Hauptaufgabe, der “Beweissicherung und der Festnahme von Straftätern.”, nachkamen, sondern mit gezielten Faust- und Schlagstockschlägen gegen Oberkörper und vor allem Kopf die Menschenmasse wie Vieh vor sich hertrieben, führte zu einer Massenpanik. Flüchtende Fans und Passanten, rannten die Treppe hinunter in das Gebäudeinnere. Wer nicht schnell genug wegkam, oder einfach nur total verwirrt die ganze Szenerie beobachtete, wurde brutal die Treppe hinunter gestoßen, geprügelt oder getreten. Eine Begründung des Einsatzes gab es von Niemandem, man wurde stattdessen angebrüllt und obwohl man schon in Bewegung war und sich vor möglichen Verletzungen schützte, bekamen diejenigen in den letzten Reihen andauernd Schläge mit dem Einsatzstock ab. Die Situation eskalierte vollends, als die ca. 150 Zugfahrer und unzählige Passanten die Treppe zum Gleis regelrecht hochgeprügelt wurden. Um das Prozedere zu beschleunigen, setzten die Beamten der BFE ein aggressives Reizgas ein, welches die Massenpanik verschärfte. Die Leute stolperten teilweise blind die Treppe hinauf; wieder kamen Einige zu Fall. Es gab sogar einen kurzzeitig Bewusstlosen auf der Treppe. Dass hier mehrere Menschenleben auf dem Spiel standen, sollte man sich ganz genau vor Augen führen! Kurze Zeit später befanden sich alle im Zug. Von mehr als 40 Verletzten, viele davon von Schlägen und Reizgas gezeichnet, wurde gesprochen. Dass das alles noch nicht reichte, zeigten die Beamten der BFE bei Abfahrt des Zuges: Hämisches Grinsen und Winken musste man sich nach dieser Hetzjagd als Fan gefallen lassen.
Wir fragen uns bei solchen Szenen ob es sich dort um Polizeibeamte oder Hooligans in Polizeiuniform handelte, wenn solche Leute scheinbar noch Spaß an ihrem gewalttätigen Handeln finden und die verletzten Fußballfans auslachen! Die begleitende Bundespolizei teilte kurz nach der Abfahrt mit, dass in Waren (Müritz) mehrere Sanitäter zur ärztlichen Versorgung bereitstehen und der Zug außerplanmäßig einen 10-minütigen Stop einlegen wird. Aus Gesprächen mit den Beamten im Zug konnte man erfahren, dass auch diese den Einsatz als vollkommen unnötig erachteten. Besonders auffällig bei dieser Räumungsaktion war das Erscheinungsbild der BFE. Sie trugen weder Schutzhelm, noch anderweitige Schutzpanzer. Man hatte das Gefühl, dass die Beamten ganz genau wussten, dass sie nicht zur Verantwortung gezogen werden. Auf ihren schwarzen Overalls waren keinerlei Identifikationszeichen zu erkennen. Im Nachhinein ist also für keinen der 40 Verletzten Fans eine Anzeige wegen (schwerer) Körperverletzung im Amt möglich.

Der beschriebene Einsatz war mehr als willkürliche Polizeigewalt. Wild gewordene Beamte, die auf alles und jeden einprügelten, als gäbe es kein geltendes Recht für diese Herrschaften. Wir verurteilen die Vorkommnisse (Feuerwerkskörper) während der Busfahrt auf das Schärfste, jedoch steht der Einsatz der BFE in keiner Relation zu den Vorfällen. Wir möchten Sie daher bitten, diese Vorfälle lückenlos aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Und zwar so, wie Sie es auch mit gewalttätigen Fußballfans tun! Ihre Aufklärung ist auch wichtig, um in den Fanszenen den, durch diese Einsätze hervorgerufenen Hass auf Polizeibeamte, nicht weiter zu schüren. Unter solchen Umständen werden immer weniger Fans die eingesetzten Beamten respektieren und ihnen vertrauen! Zeigen Sie dass wie beim Fußball auch bei der Polizei kein Platz für Gewalttäter ist!

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Fanprojektbeirat der Fanclubs des Halleschen Fußballclub

Lange hat es gedauert, nun ist es soweit. Die bisherige überwachte Freiheit im Stadion, das Stück “Fansein” wird auch aus dem Kurt-Wabbel-Stadion verbannt. Und dessen Umgebung. Aber Eins nach dem Anderen.

Nach den Ereignissen am Rande des Vorbereitungsspiels des Halleschen FC gegen/in Frankfurt und während des DFB-Pokalspiels in Halle gegen Hannover 96 zog der Verein erste Konsequenzen, sprach (entgegen allen Absprachen) zahlreiche Stadionverbote und Platzverweise gegen mutmaßliche Täter, Fans, Vereinsmitglieder aus. Beim Derby gegen den FC Sachsen Leipzig legte sich der Verein eine schmerzhafte Selbstbeschränkung auf, nur eine begrenzte Anzahl Zuschauer durfte dem Spiel im Stadion beiwohnen. Beteuert wurde auf der Vereinsseite der “finanzielle und ideelle Schaden”. Nun heute die nächste Meldung, ein “Interview” mit dem Vertreter der Stadt Halle (Saale) Herrn Dr. Bernd Wiegand (Beigeordnetem der Stadt Halle/Saale für Sicherheit, Gesundheit und Sport):

Als Eigentümer der Immobilie Kurt-Wabbel-Stadion unterstützt die Stadt den Verein bei der Wahrnehmung des Hausrechtes und wird die verhängten bundesweiten Stadionverbote, welche ja an sich nur für HFC-Veranstaltungen gelten würden, auch selbst für die darüber hinausgehenden Zeiträume erweitern.

..ist nicht der Sinn der Stadionverbote der, dass die Beschuldigten/Schuldigen Zeit haben “in Ruhe” über ihre Taten nachzudenken und ihnen die Chance zu geben ihr Handeln zu ändern..

Für zukünftige Heimspiele im Kurt-Wabbel-Stadion wurden unsererseits folgende erste Maßnahmen veranlasst: Das Fanhaus im Sportdreieck bleibt bis auf Weiteres an den Spieltagen geschlossen. Weiterhin werden dort ab sofort keinerlei alkoholischen Getränke mehr ausgeschenkt.

Das Fanhaus, “Hort des Bösen”, “Anlaufstelle und Zufluchtsort der Chaoten” und “Heimstätte der Randale”, nicht etwa “Anlaufstelle für alle Anhänger des HFC”. Das Fanhaus, welches durch die finanzielle, materielle und tatkräftige Unterstützung unzähliger Fans erbaut wurde, durch Sponsoren und Gönnern unterstützt ist jetzt die Ursache allen Übels. Und durch die Schließung des Fanhauses werden natürlich alle Chaoten (die sowieso durch Platzverweise vom Stadion entfernt bleiben, so wie die Polizei, Stadt und Verein ihre Arbeit loben) dem Stadion fern bleiben.

Bis auf Widerruf soll auch der Bereich ´Gegentribüne´ geschlossen bleiben, um zwischen den einzelnen Fanblöcken die größtmöglichen Pufferzonen zu schaffen. Über eine Schließung des Bereichs ´HFC-Fankurve´ wird ebenfalls intensiv nachgedacht. Hier beobachten wir das Verhalten der HFC-Anhänger in den nächsten Partien sehr genau.

Die Schließung der Gegengerade und mögliche Schließung der Fankurve, eine grandiose Idee. Ist man doch auf Zuschauer nicht angewiesen, die den Spielen noch beiwohnen. Zahlende Zuschauer sind sowieso nicht mehr nötig. Weder für ein volles Stadion, noch für einen ausgeglichenen Haushalt. Wer braucht schon Eintrittsgelder.. Und die echte Fans, ähm Chaoten oder wie die Mannschaft so nett sagte “Ultraquatsch”, werden sich sicher nicht mehr zu den Spielen kommen, wenn man nichtmehr in die Fankurve kann…

Weiterhin werden wir im Stadion selbst zu den Heimspielen keine sogenannten Choreografien und Doppelhalter sowie Megaphone mehr zulassen und das Bekunden von Meinungsäußerungen auf Spruchbändern und Transparenten untersagen.

Artikel 5 Abs. 1 GG besagt:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

In meinen Augen die allergrößte Schweinerei: “Das Bekunden von Meinungsäußerungen auf Spruchbändern und Transparenten untersagen“. Das Bedarf keines Kommentars..

Schwenkfahnen sollen die HFC-Anhänger bis auf Widerruf noch mit ins Stadion nehmen und sogenannte Zaunfahnen nur noch bis zu einer Höhe von 1,60 m aufhängen dürfen, sofern damit keine Werbebanden verdeckt werden.

… Werbebanden bis auf 1,20 Höhe, bleiben also noch 40 cm für Zaunbeflaggung?! Klasse.

In diesem Kontext weisen wir darauf hin, dass bestehende Stadionverbote konsequent umgesetzt werden müssen! Eine personalisierte Kartenvergabe ist bedauerlicherweise aufgrund eines im Kurt-Wabbel-Stadion nicht vorhandenen Ticketsystems derzeitig nicht umsetzbar. Hier denkt die Stadt aber darüber nach, dem Verein zukünftig den ausschließlichen Verkauf von Eintrittskarten nur noch an Vereinsmitglieder zu empfehlen.

Karten nurnoch an Vereinsmitglieder. Na klar, dann braucht man an den Spieltagen nicht mehr das KWS aufmachen, sondern kann gleich auf dem Sandanger, auf’n Bölli oder dem Austragungsort des GS-Cup/des Nicht-Erwünscht-Cup spielen. Für die paar Zuschauer, die Vereinsmitglieder sind, weder SV noch Platzverbot haben, sich immer noch das Spiel anschauen wollen und auch nicht selber spielen müssen reicht das dann doch allemal.

Mal schauen, was sich Vereinsführung, Stadt und Sicherheitsverantwortliche, DFB und wer sonst noch kreative Ideen hat, einfallen lassen. Es geht hier nicht darum “Fan zu sein”, oder um irgendwelchen “Ultraquatsch”, es geht darum sich in relativer Freiheit am Wochenende ein Fußballspiel anzuschauen. Wochenenden wie das Vergangene gegen Lübeck zeigen, dass es auch völlig ohne Krawalle und Bösartigkeiten geht. Warum in Halle jetzt mit Rakten auf Ameisen geschossen wird ist mir unklar. Ist es Panik, Verzweiflung oder steht man so mit dem Rücken zur Wand, dass man sich nicht weiter zu helfen weiß? Sind die Verantwortlichen so ratlos? Kamen nicht schon aus den Reihen der Fans (Ja, auch aus denen der Fankurve) Stimmen, die sich gegen Rassismus, Gewalt & Co. im Stadion ausgesprochen haben? Gab es nicht schon durch die Fankurve klare Statements? Ist Halle solch ein Einzelfall, so ein leuchtender Negativstern am sonst so Friede-Freude-Eierkuchen-Himmel des deutschen Fußballs? Suche ich über Google News nach “Fußball” und “Randale” kommen mir 156 Artikel im letzten Monat . Schließe ich “HFC” aus den Suchergebnissen aus bleiben noch 122 Ergebnisse. Darunter nicht nur Ergebnisse im Zusammenhang mit den “Problem-Ostvereinen”…

In diesem Sinne bitte ich alle ehrlichen Anhänger des HFC, ihren und unseren Verein bei einem schnellstmöglichen Imagewandel positiv zu unterstützen!

.. dann müssen diese aber auch ins Stadion gelassen werden..

Das war sie also, die Oberligasaison 2007/2008. Eine erfolgreiche Saison für den HFC und zum heutigen Saisonabschluss in Gera haben sich nicht nur die Fans Gedanken gemacht, wie sie der NOFV Oberliga angemessen “Auf (Nimmer-)Wiedersehen” sagen. Auch die Polizeikräfte haben heute, bei diesem schönen Wetter, ihre Sonntagsuniformen angezogen, ihre Autos udn Mopeds aus den Garagen geholt udn die HUnde Gassi geführt. Natürlich nicht, ohne vorher noch ausreichend Hass und Aggression einzuladen…

Für die HFC-Anhänger ging es im Rot-Weissen Partyzug nach Leipzig, wo man den Zug nach Gera bestieg. In Gera gab es dann die ersten kleineren Reibereien mit den Sicherheitskräften, die in höchster Alarmbereitschaft waren, sicherlich nur bedingt durch die Brisanz dieses Konfliktspiels. Irgendwie ging es dann doch zum Stadion, und nach einer gründlichen Durchsuchung fand man sich dann auch im Stadion wieder. Die Fans sahen eine erfolgreiche erste Halbzeit, bedingt durch die Hitze lies die Konzentration jedoch nach und zur Halbzeit machte sich allgemeine Mattigkeit breit. Aber die Hallenser wären ja keine Hallenser, wenn sie sich nicht Abhilfe schaffen würden: Binnen weniger Minuten tobte eine ausgelassene Wasserschlacht, welche leider nach einigen Minuten durch, na klar, die Polizei unterbunden wurde. Verständlich, waren doch die schwarz und grün Gepanzerten nicht eingeladen. So sind sie halt, schlechte Verlierer. Da ja auch einmal Wasser zum Spülen vorhanden war, schadete auch das großzügig verteilte Pfefferspray nicht mehr…

Zum Ende der 2. Halbzeit, quasi dem Ende der Saison, machten sich die Hallenser auf dem Zaun breit, um den 0:2-Sieg ihrer Mannschaft (mal wieder) zu feiern. Der spontane Platzsturm wurde zunächst unterbunden, nachdem das Tor dann geöffnet wurde, brachten die Cops kurze Abkühlung und ein paar freundschaftliche Klapse bei. Moment! Die Abkühlung war Pfefferspray aus der Familienpackung, die Klapser waren Knüppelschläge. Letzten Endes lagen sich dann doch Spieler und Fans mit Tränen in den Augen in den Armen. (Sicherlich waren auch ein paar Freudentränen dabei, der Hauptteil der Tränen waren aber mit Sicherheit dem Pfefferspray geschuldet…) Auch mit ein paar Tritten machten die Cops ihrem Unmut Luft, was schließlich dazzu führte, dass ein HFC-Fan nichtmehr zurück nach Halle fahren konnte, sondern mit Verdacht auf Rippenbruch dem Notruf übergeben wollte. Die anwesenden Vetreter der Landespolizei wiesen das Anliegen, dass eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung gemacht werden sollte (glücklicherweise ist der Vorfall ja auf Video aufgezeichnet) relativ kommentarlos zurück (”Ist nicht mein Problem”)

Letzten Endes ein doch gelungener Tag udn ein schöner Saisonabschluss. Bilanz: Mehrere Liter Pfefferspray, Bewusstlose, die glücklicherweise auch schnell wieder aufwachten (Pfefferspray=K.O.-Spray), denen die Erste Hilfe durch Polizeikräfte verwehrt wurde (”Kümmert euch selber drum”), 3 Punkte und eine geile Fahrt. Die Cops haben mal wieder gezeigt, dass A.C.A.B. noch immer stimmt, udn auch imemr stimmen wird. Solange diese Gewalttäter vom Staat befugt werden, Gewalt auszuüben (und das Lächeln auf deren Gesichtern zeigt, dass sie es nicht traurig macht), wird es immer wieder zu unschönen Szenen im Zusammenhang mit Fußball kommen. Grundrechte werden kurzerhand außer Kraft gesetzt. Traurig. Armes Deutschland…

PS: Hier gibt’s dann auch bald ein Video des Polizeieinsatzes. Entschuldigt den kurzen Wackler, ein Beamter hatte mir kurz zu verstehen gegeben, dass ich das Filmen unterbinden solle…

2008 26 Mai

Perplexe HFC-Welt

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Es ist schon verrückt. Über Wochen und Monate spielen unsere HFC-Spieler alle Gegner in Grund und Boden, doch auch diese 11 sind, wie sie heute gezeigt haben, nur Menschen. Irgendwann ist auch deren Akku leer. So kam es also, dass 3500 Hallenser eine 0:2 Niederlage mit der Mannschaft feierten. Naja, nicht ganz. Gefeiert wurde mehr der Aufstieg in die Regionalliga, der Gewinn des Landespokals, das letzte Heimspiel einer grandiosen Saison, heute gab es tausende Gründe zu feiern.

Noch am Anfang der Saison, man war noch verkatert und ernüchtert von der letzten hielt man sich Angesichts der Umstrukturierung der Fußball-Ligen vor Augen, dass wenn der HFC den Sprung in die neue 4. Liga, nicht schafft, man in der Existenzlosigkeit verschwinden würde. So stand für alle Verantwortlichen, Spieler und Fans nur ein Ziel fest: Unter die ersten 5 Plätze kommen… Und dann so eine Rückrunde… Ein Traum, ein Ziel ist wahr geworden. Der Pokal, an den man Anfang der Saison nicht zu denken gewagt hat, ist an der Saale, ebenso die (Oberliga-)Meisterschaft.

Grund genug also ausgiebig zu feiern. Es war ausgiebig!! Nach Spielende sorgte der Radio SAW-Showtruck für Unterhaltung und Stimmung. Über Stunden hinweg hielt sich die Euphorie, immer wieder schwappten “Oberliga Adé”-Gesänge durch die Menge. Den Abschluss bildete gegen 22.00 Uhr das Höhenfeuerwerk.

Hannover (dpa) - Die seit Jahren beim BKA geführte Datei Gewalttäter Sport ist nach Überzeugung des Verwaltungsgerichts Hannover rechtswidrig. Für sie fehle eine laut BKA-Gesetz nötige, vom Bundesrat abgesegnete Rechtsverordnung, teilte das Gericht mit. Die Folgen dieses Urteils seien gravierend: Gewalttäter, die in der Datei gespeichert sind, könnten verlangen, gelöscht zu werden, sagte eine Sprecherin. In der Datei sind die Daten tausender Hooligans gespeichert.

Quelle: http://www.focus.de/politik/schlagzeilen?day=20080522&did=842786

Sollte es etwa doch langsam in Deutschland bergauf gehen??

Seit langen ist es ein Problem, ebenso lange wird es totgeschwiegen und verdreht, dementiert oder vertuscht. Klar, es gibt gewalttätige Auseinandersetzungen am Rand von Fußballspielen. Ja, es ist sinnvoll und oft auch notwendig durch Polizeikräfte sogenannte Konfliktspiele abzusichern. Aber in den vergangenen Wochen und Monaten hat sich eins immer mehr gezeigt: Die schlimmsten Hooligans und Schläger tragen Uniform. Sie sind mit Schlagstöcken udn Pfefferspray bewaffnet und machen von diesen Waffen auch regen Gebrauch. “Es ist nur zur Gefahrenabwehr” wird immer geredet. Die Wahrheit ist, dass die Polizisten/Bullen es AUCH immer wieder provozieren. Der Alltag sieht nunmal so aus, dass die gefährlichen Fußballfans, die Bedrohung für die Öffentlichkeit, eingekesselt und unter größter Absicherung, mit Hilfe des Einsatzes von Wasserwerfern, Hubschraubern, Pferde- und Hundestaffeln und Hundertschaften von Polizeibeamten vom und zum Stadion begleitet werden.. Viel Wert wird immer darauf gelegt, dass auch ja immer alle schön geschlossen laufen. Dicht voran natürlich die Polizeikräfte. Dass es in einem solchen Gedränge zu Schubsereien kommt, ist verständlich. Wenn Polizisten dies als Angriff auf sich sehen und mit Knüppeln udn Pfefferspray reagieren, ist doch das aber nichtmehr normal!!

Erst heut wieder folgende Begebenheit. Man sitzt im Zug, die Beamten der Bundespolizei überall um sich rum. Man fragt (wirklich höflich), ob der Beamte die Abteiltür schließen kann, weil es zieht. Die Antwort: “Halt doch erstmal dein Maul, dann zieht’s auch nicht”.

Unterhaltungen dieser Art sind (leider) normal und keine Ausnahmen. Die Polizisten beschimpfen ebenso zurück. Sprüche wie “ihr Assis” oder “du Penner” sind keine Ausnahmen. Anfragen nach Dienstausweis werden alzu oft mit einem Spruch wie “den muss ich dir nicht zeigen” abgewehrt, bleibt man hartnäckig sind schnell Kollegen zur Hilfe, die eine Beamtenbeleidigung bezeugen..

Doch zurück zur Polizeigewalt. Ich war sehr erstaunt, als ich bei einem der letzten Spiele einen Polizeibeamten, bzw. dessen Knüppel gesehen hab. Anstelle der (Gummi-)Ummantlung des Schlagstocks grinste mich das nackte Holz an.. Natürlich mit entsprechenden Abnutzungserscheinungen..

Oder ein anderer Vorfall: In Chemnitz bewegte ich mich außerhalb des Kessels, um Fotos zu machen, bewegte mich aber immer in Sichtweite der Beamten. Irgendwann kommt ein Beamter zu mir, stellt mich (noch) höflich vor die Wahl entweder in den Kessel zurück zu gehen oder zu verschwinden. Mit der Antwort, dass ich mein Recht auf freie Bewegung und das Fotografieren doch ganz gern ausüben möchte, schien er nicht ganz zurecht zu kommen. Er legte den Arm um mich, den ich versuchte abzustreifen (Kuscheln mit Cops muss nicht..), das geling mir nicht, als versuchte ich es etwas energischer.. Mit dem Ergebnis, dass ich mich quasi Nase-zu-Faust davon überzeuegn konnte, dass der Polizeibeamte carbonverstärkte Handschuhe trägt. Nach einem kurzen Kommentar (”das Recht hast du hier nicht”) gesellte er sich ganz ganz schnell zurück zu seinen Kollegen, welche mich angrinsten.. Als ich daraufhin eine Strafanzeige gegen den Beamten machen wollte, gab es natürlich a) keine Zeugen und b) konnte ich den Beamten auch nicht identifizieren, weil dieser (natürlich) vermummt war..

Vorfälle dieser Art gibt es Zuhauf, hier auch noch 2 Videos vom Landespokalfinale in Magdeburg:

Wieder gut zu sehen ist, wie mehrere Polizeibeamte auf einen am Boden liegenden Fan einprügeln.. (0:40) Achso: die Flüssigkeit, die so munter rumfliegt ist kein Bier oder Wasser, sondern großzügig verteiltes Tränengas/Pfefferspray…

Ich hoffe, dass dieser Artikel einen kleinen Denkanstoss über Actio udn Reactio gibt. Die Zeit gibt uns Recht, dass Gewalt immer mit Gewalt beantwortet wird und, dass bei Spielen, selbst den sogenannten Konfliktspielen auch alles ruhig laufen kann, wenn sich BEIDE Seiten ruhig verhalten. Un dnicht enttäuschte Polizisten ihren Frust an unbewaffneten Fans auslassen.

In diesem Sinne: All Cops Are Bastards - ACAB !!!

2008 18 Mai

Sieg in Eilenburg

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Und wieder einmal, zum vorerst letzten Mal ging es in den WIndkanal und die HFC-Abschiedstour machte Station in Eilenburg. ANgereist wurde standesgemäß mit der Bahn (1. Klasse, Sektfrühstück inklusive). Nach anfänglicher Irritation über soooo wenig Zugfahrer verflog dann der Ärger doch ein wenig, als man die doch zahlreichen Autofahrer erblickte. Nach einem solchen Pokal-Showdown im Dorf vom Mittwoch wäre es wirklich sehr enttäuschend gewesen, wenn wieder nur die üblichen Verdächtigen angereist wären..

Natürlich wurde auch diese Veranstaltung wieder von fachkräftigen und vor allem zahlreichen Sicherheitsbeamten in Grün abgesichert, sodass keine Gefahr für unser Leib und Leben bestand. Wieder einmal hat die Obrigkeit gezeigt wie viele sie doch sind.. Ganz Klasse!!! Und das obwohl es in de rgesammten Saison keine wirklich ZWischenfälle gab.. Naja, wir waren sicher und durften gefrustete Gesichter erblicken..

Die erste Halbzeit verlief recht, alles sah nach einem 0:0 aus. Doch die Köhler.Jungs kamen mit solchem Elan und Schwung aus der Kabine, die schließlich in einem Tor und der 0:1 Führung mündete.. Jetzt schwappte auch die Stimmung auf die Fans um. Nach einem aberkannten 0:2 (warum?) und einem kurz darauf versenkten Elfmeter führte Chemie damit 0:2 und konnte das Spiel dominieren. Nach Spielende öffneten sich dann die Tore (wie von Geisterhand) und die Fans konnten auf dem Platz den Sieg und den zementierten Aufstieg mit der Mannschaft feiern.. Und es wurde wirklich gut gefeiert.. Einzig der Stadionsprecher konnte durch Ansagen die feierwütigen und erleichterten Rot-Weissen aus dem Stadion vertreiben…

So ging es dann den nicht ganz unerheblichen Weg zurück zum Eilenburger Bahnhof, unterwegs gab’s noch nen lecker Eis.. Den angekündigten überfüllten Zug konnten wi rnicht vorfinden, sodass wir die Cops mehr überzeugen mussten uns in den Zug Richtung Leipzig zu lassen.. Aber Gott sei Dank waren die Kräfte heute ebenso entspannt aber doch überall präsent und wir konnten den Zug besteigen..

Alles in Allem ein schöner Tag!! So macht’s Spaß!!

2008 18 Mai

Geschützt: Fotos: FC Eilenburg gegen HFC - 0:2 Sieg für Chemie

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2008 17 Mai

Geschützt: Pokalfinalbilder

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