Na gut, ich gebe zu es ist ein schlechtes Wortspiel. Aber lieber ein schlechtes als garkeinen Spass..
Kurz zur Vorgeschichte: Auf Arbeit häufen sich immer mehr Dokumentation, Protokolle, Anleitungen, Fehlerlösungen, etc… Selbst die beste Dateiablage vermag es nicht diese Flut an Informationen zu bändigen oder gar schnell und komfortable wieder darauf zuzugreifen.. Also hatte ich die Idee mir die Microsft Sharepoint Services 3.0 genauer anzuschauen. Diese sind, im Unterschied zum Sharepoint Portal Server kostenlos zu Windows 2003 Server downloadbar, und nach 2-3 Beschwerden von der Installationsroutine (.Net-Framework 3.0 sollte installiert sein, ebenso wie die IIS in jungfräulichen Zustand) auch relativ schnell installiert und konfiguriert. Wie bei jeder MS-Anwendung kann man out-of-the-box schon vieles anfangen und anlegen. So kann man problemlos Arbeitsbereiche oder eine Bildbibliothek anlegen. Auch die völlig unkomplizierte Integration ins Active Directory ist ein großes Plus für WSS. Eine der Neuerungen der WSS 3.0 ist das Erstellen von Web2.0-igen Blogs und Wikis.
Ein Blog bietet die Möglichkeit Informationen zu publizieren, auf die andere wiederum zugreifen können. Natürlich gehört hier die Unterstützung von RSS. EIn Wiki, und hier kommt der interessanteste Punkte, kann dazu verwendet werden ohne große Mühen eine große Menge an Informationen abzulegen und zu verknüpfen. Scheinbar ideal für das Anlegen einer Dokumentationsdatenbank.
Doch kurz zurück zu den Sharepoint Services. Durch verschiedene Erweiterungen/Templates ist man in der Lage einen speziellen Workspace für Teams, wie z.B. einen Helpdesk anzulegen, eine Inventar- oder Ressourcenverwaltung aufzubauen, oder ein einfaches Forum hinzusetzen. Alles in Microsoft-Manier mit ein paar Klicks udn fertig ist!!
Mich interessierte aber der Gedanke des Wikis. Es ist schnell eingerichtet, die Bedienung ist intuitiv und schnell erlernbar. Ein Verweis auf eine neue Seite, udn damit verbunden auf diese neue Seite lässt sich denkbar einfach umsetzen: Das gewünschte Thema einfach in je zwei [[eckige Klammern]] setzen und schon ist ein Link gesetzt. Klickt man auf diesen so kann man auf den neuen Beitrag zugreifen. Doch etwas fehlte mir: Für die Erstellung von Dokumentationen sind Bilder im Text unerlässlich: Dies ist über die WSS jedoch nur durch den Umweg “Bild in Fotobibliothek hochladen und dann entsprechend (per Hand) verlinken” möglich, das direkte Hochladen und Einfügen in den Text ist leider nicht möglich.
Also begab ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit, wie dies im Sharepoint (doch noch) zu realisieren sei. Ich stieß dann auch auf ein sog. Webpart, welches es ermöglicht/ermöglichen soll, soetwas umzusetzen. Leider bekam ich diesen Webpart weder durch die Herstelelranleitung noch durch Microsft Technet zum Laufen. Anstelle des funktionierenden Webparts erhielt ich nur eine Fehlermeldung, die mir klar und deutlich sagte: “Fehler beim Einbinden des Webparts” Vielen Dank!!
ALso ging es weiter.. Nicht nur andere Mütter haben hübsche Töchter, es gibt auch noch andere, und mit Sicherheit leistungsfähigere Wiki-Engines. Ein Artikel im tecChanel stellte eine nette Übersicht dar. Für mich steht fest: Open Source, kostenlos soll es sein. Zur Auswahl stehen nach einiger Recherche und verschiedenen Live-Demos:
MediaWiki: Die wahrscheinlich größte und verbreitetste Wiki-Plattform. Sie wird bei Wikipedia eingesetzt, ist schnell, einfach zu installieren und stabil. Außerdem ist sie übersichtlich udn leicht erlernbar. Einziger Haken: Es gibt keinen WYSIWYG-Editor (WYSIWYG = What You See Is What You Get => Das Erstellen und Editieren erfolgt ohne Eingabe von Formatierungsbefehlen, ähnlich wie es der Nutzer von Word gewohnt ist), eine Anforderung, die ohne jedes Wenn-und-Aber erfüllt werden muss!!! Ich kann es keinem User antun, dass er/sie anfangen muss spezielle Befehle zu lernen..
TWiki: Wirbt selbst und wird alles Enterprise-Wiki beworben. Auf den ersten Blick also optimal?! Wieder verschiedene Foren udn Artikel durchgeschaut: Es ist nicht ganz einfach zu installieren, es ist sehr sehr mächtig, wagt schon den Schritt zum CMS (Content-Management-System) ist aber nahezu optimal an Unternehmensbedürfnisse angepasst. Nachdem ich ca. 30 Minuten lang versucht habe das Paket unter einem WAMPP-Server zu installiern, stieß ich dann auf der Herstellerseite auf ein Windows-Standalone-Installationspaket. Klasse!!! Installiert, gestartet, läuft!! Die Versprechungen udn Stimmen waren nicht untertrieben: Es ist sehr sehr mächtig und komplex. Vorteil: Der WYSIWYG-Editor ist standardmäßig aktiviert. Zumindest in der Live-Demo funktionierte er genau so, wie es mir gewünschte habe. In der von mir installierten Testumgebung dann leider nichtmehr. Da mein Testsystem aber inwzischen doch ziemlich vermurkst war, habe ich das erstmal darauf geschoben und es wieder runtergeschmissen. Unter den VMWare Virtual Appliances stieß ich dann aber auf eine fertige, vorgefertigte und funktionstüchtige Virtuelle Maschine, welche genau den Zweck erfüllt: Ein fertiger, vorkonfigurierter und dennoch anpassbarer, voll funktionsfähiger (inkl. WYSIWYG) TWiki-Server
MediaWiki lies mich aber nicht in Ruhe, hatte ich doch früher schonmal den Versuch unternommen ein Wiki auf dieser Basis aufzusetzen, ein Projekt, welches leider im Sande verlaufen ist… An und für sich ist die Software ideal, bietet sie doch eine vertraute Umgebung. Einzig und allein das Manko des WYSIWYG-Editors inkl. Bildupload sollte doch umsetzbar sein?! Selbst bei Mediawiki setzt man sich schon mit diesem Thema auseinander, ein Projekt MediaWiki&FCKEditor gibt es bereits. Dieser Editor lässt sich auch problemlos einbinden, JUCHU ich habe einen WYSIWYG-Editor im Media-Wiki, der FCK-Editor bietet auch die Möglichkeit Bilder DIREKT in den Beitrag hochzuladen und einzubinden.. Leider erscheint an der Stelle, wo ein Bildupload sein sollte, nur ein Kreuz und “Preview”-Text.. Mal schauen, ob das Problem noch gelöst werden kann.. Ich bleibe dran…
So, genug für heute damit. Ich lasse das jetzt erstmal setzen und werde mich morgen oder Dienstag weiter mit dem Thema beschäftigen.