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Archiv: Nachdenken

Kritik am unverhältnismäßigen und überharten Einsatz der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) Schwerin nach dem Spiel FC Hansa Rostock II – Hallescher FC am 15.11.08Am Samstag dem 15. November reisten rund 150 Fußballfans des Halleschen FC mit dem Zug nach Rostock um der Regionalligapartie Hansa Rostock II – Hallescher FC beizuwohnen. Auf der 5,5h Fahrt blieb es ruhig und auch im Stadion sowie dessen Umfeld kam es aus unserer Sicht zu keinen Vorfällen. Bedauerlicherweise kam es während des Rücktransports mit 2 Bussen zum Bahnhof einen Zwischenfall, als ein Unbelehrbarer einen Feuerwerkskörper in einem Bus zündete und dieser kurzzeitig evakuiert wurde. Doch auch dort beruhigte sich die Lage recht schnell und die HFC-Fans stiegen wieder in den Bus, wobei dort schon die schwarz gekleideten Beamten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit durch ihre Aggressivität & Brutalität gegenüber den Fans auffielen. Fans wurden mit Faustschlägen traktiert, damit neben der schon vorher anwesenden Landespolizei nun auch die BFE Platz im vollen Bus hatte. Man erkundigte sich während der Fahrt nach den Namen der Beamten, doch wusste man eigentlich schon vorher, dass man auf totale Ignoranz stößt. Trotz allem verlief der restliche Rücktransport zum Bahnhof ruhig.
Im Hauptbahnhof versorgten sich einige Fans in einem 24h-Shop für die 5,5h Rückreise mit Getränken und kleineren Snacks. Dies geschah unter den Augen der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bundespolizei und verlief somit ohne Zwischenfälle. Einige Minuten später stürmte die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit das Bahnhofsgebäude. In einer sehr aggressiven Art und Weise stieß und zerrte man nicht nur die sich dort aufhaltenden Fans sondern auch “normale” Passanten, die sich zufällig dort aufhielten, vom 24h-Shop weg. Dass die Beamten nicht ihrer Hauptaufgabe, der “Beweissicherung und der Festnahme von Straftätern.”, nachkamen, sondern mit gezielten Faust- und Schlagstockschlägen gegen Oberkörper und vor allem Kopf die Menschenmasse wie Vieh vor sich hertrieben, führte zu einer Massenpanik. Flüchtende Fans und Passanten, rannten die Treppe hinunter in das Gebäudeinnere. Wer nicht schnell genug wegkam, oder einfach nur total verwirrt die ganze Szenerie beobachtete, wurde brutal die Treppe hinunter gestoßen, geprügelt oder getreten. Eine Begründung des Einsatzes gab es von Niemandem, man wurde stattdessen angebrüllt und obwohl man schon in Bewegung war und sich vor möglichen Verletzungen schützte, bekamen diejenigen in den letzten Reihen andauernd Schläge mit dem Einsatzstock ab. Die Situation eskalierte vollends, als die ca. 150 Zugfahrer und unzählige Passanten die Treppe zum Gleis regelrecht hochgeprügelt wurden. Um das Prozedere zu beschleunigen, setzten die Beamten der BFE ein aggressives Reizgas ein, welches die Massenpanik verschärfte. Die Leute stolperten teilweise blind die Treppe hinauf; wieder kamen Einige zu Fall. Es gab sogar einen kurzzeitig Bewusstlosen auf der Treppe. Dass hier mehrere Menschenleben auf dem Spiel standen, sollte man sich ganz genau vor Augen führen! Kurze Zeit später befanden sich alle im Zug. Von mehr als 40 Verletzten, viele davon von Schlägen und Reizgas gezeichnet, wurde gesprochen. Dass das alles noch nicht reichte, zeigten die Beamten der BFE bei Abfahrt des Zuges: Hämisches Grinsen und Winken musste man sich nach dieser Hetzjagd als Fan gefallen lassen.
Wir fragen uns bei solchen Szenen ob es sich dort um Polizeibeamte oder Hooligans in Polizeiuniform handelte, wenn solche Leute scheinbar noch Spaß an ihrem gewalttätigen Handeln finden und die verletzten Fußballfans auslachen! Die begleitende Bundespolizei teilte kurz nach der Abfahrt mit, dass in Waren (Müritz) mehrere Sanitäter zur ärztlichen Versorgung bereitstehen und der Zug außerplanmäßig einen 10-minütigen Stop einlegen wird. Aus Gesprächen mit den Beamten im Zug konnte man erfahren, dass auch diese den Einsatz als vollkommen unnötig erachteten. Besonders auffällig bei dieser Räumungsaktion war das Erscheinungsbild der BFE. Sie trugen weder Schutzhelm, noch anderweitige Schutzpanzer. Man hatte das Gefühl, dass die Beamten ganz genau wussten, dass sie nicht zur Verantwortung gezogen werden. Auf ihren schwarzen Overalls waren keinerlei Identifikationszeichen zu erkennen. Im Nachhinein ist also für keinen der 40 Verletzten Fans eine Anzeige wegen (schwerer) Körperverletzung im Amt möglich.

Der beschriebene Einsatz war mehr als willkürliche Polizeigewalt. Wild gewordene Beamte, die auf alles und jeden einprügelten, als gäbe es kein geltendes Recht für diese Herrschaften. Wir verurteilen die Vorkommnisse (Feuerwerkskörper) während der Busfahrt auf das Schärfste, jedoch steht der Einsatz der BFE in keiner Relation zu den Vorfällen. Wir möchten Sie daher bitten, diese Vorfälle lückenlos aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Und zwar so, wie Sie es auch mit gewalttätigen Fußballfans tun! Ihre Aufklärung ist auch wichtig, um in den Fanszenen den, durch diese Einsätze hervorgerufenen Hass auf Polizeibeamte, nicht weiter zu schüren. Unter solchen Umständen werden immer weniger Fans die eingesetzten Beamten respektieren und ihnen vertrauen! Zeigen Sie dass wie beim Fußball auch bei der Polizei kein Platz für Gewalttäter ist!

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Fanprojektbeirat der Fanclubs des Halleschen Fußballclub

2008 11 Nov

Spezialisten überall

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Ein Thema, womit ich (und sicher viele andere auch) immer wieder konfrontiert werden ist, dass es immer mehr Spezialisten (und ich möchte mich nicht davon ausnehmen) gibt… Nehme ich zum Beispiel mal “mein Schaffensgebiet”, die Computerei:

Die Entwicklungen der vergangenen Jahre sind rasant vorbei gezogen, Fachzeitschriften wie c’t oder CHIP machen es dem “Fachpublikum” leicht am Ball zu bleiben. Gleichzeitig gibt es aber auch Magazine wie “Computer BILD” & Co. oder auch tolle Rubriken in verschiedenen TV-Formaten, die dem Otto-Normal-Verbraucher den Eindruck vermitteln sollen, den Anschluss an den neuesten Entwicklungen nicht zu verlieren. Leider gehen diese Produkte teilweise soweit zu vermitteln, dass man nach deren Aufnahme unglaublich mehr gebildet und bei regelmäßigem Konsum ein halber Spezialist ist. Was sind die Ergebnisse davon?

Ein Beispiel aus der Familie: Vor einigr Zeit hatte ich eine Diskussion mit einem mir nahe stehenden Verwandten. Seiner Meinung nach ist die Gattung der “IT-Spezialisten” eine aussterbende Art, die Zukunft gehe doch eher dahin, dass Mitarbeiter IT-Kenntnisse haben und nebenher noch das Kerngeschäft (in Unternehmen die nicht im IT-Bereich tätig sind) bedienen. Argumente zur Untermauerung dieser These sind/waren, dass die Tätigkeiten, z.B. eines Systemadministrators ja immer “einfacher” und “überschaubar” wären, durch die gängige IT-Regenbogenpresse geschürt entsteht der Eindruck, dass ja sowieso alles easy ist, udn sich IT-Systeme von allein am Leben halten.

Ein anderes Beispiel aus dem Job: Immer mehr und mehr User, großteils Vertreter der jüngeren Generationen, derer die mit Computer & Co. aufgewachsen sind, sind der Überzeugung auch bei IT-Fragen qualifiziert mitreden (und dummerweise auch entscheiden zu können). Vielleicht bin ich altmodisch oder sehe das vollkommen weltfremd (in diesem Fall nutzt ruhig die Kommentarfunktion), aber ich sehe eine hausinterne IT-Abteilung in gewisser Weise als Dienstleister, der IT-Lösungen für die Geschäftsprozesse zur Verfügung stellt. In der Praxis sieht das dann so aus, dass der Anwender Anton vor einem Problem sitzt oder eine bestimmte Anforderung hat einen Sachverhalt zu lösen/umzusetzen, und sich dann an die IT-Abteilung wendet. Gern kann er seine eigenen Gedanken und Vorschläge einfließen lassen, aber meiner Auffassung nach besteht die Aufgabe der IT darin eine Lösung für das Problem zu finden und diese bereit zustellen. Hierbei gibt es für ein einziges Problem meist mehrere Lösungen..

Nun beobachte (und erlebe es am eigenen Leib) ich immer häufiger, dass die Entscheidung der Umsetzung bereits beim Anwender getroffen wird, die IT-Abteilung wird informiert, in Kenntnis gesetzt darüber, welche Entscheidung getroffen wurde und dass sie diese umzusetzen haben… - Ich will niemandem die Kompetenz abstreiten eine geeignete Lösung zu finden, eine Lösung die sicherlich auch passend für dieses (!) Problem ist. Doch wer hat denn im Endeffekt den Überblick über alle Probleme (und gefundenen Lösungen) im Unternehmen? Sicher doch die IT-Abteilung.. Und sollte es dann nicht auch in deren Verantwortung liegen, dass eine Lösung gefunden wird, die vielleicht nicht die passendste für dieses Problem ist, dafür aber umso passender für das Unternehmen und die IT-Infrastruktur ist? Sollte die IT nicht einen gewissen Weg festlegen, wie sich IT-mäßig entwickelt wird?

Solche Entscheidungen fangen an bei “Verteilerliste oder Gruppenpostfach”, bei denen ein ambitionierter User der Auffassung ist, dass eine Verteileriste doch ganz toll ist. Die Anforderungen werden nicht mitgeteilt, und im Nachhinein erfährt man, dass Sinn und Zweck der ganzen Aktion war, dass eine eingegangene Mail auch abgearbeitet wird und nicht gelesen verwaist.. Ein Feature, würde man IT fragen, welches Out-of-the-Box in einem Gruppenpostfach vorhanden ist (Abhaken). Oder die Infragestellung der funktionierenden Umsetzung von Wireless Active Sync, schließlich macht Black Berry ja gerade Werbung und die Geräte sehen grad so toll aus.. - Ich möchte mit diesem Beispiel nur eines zeigen: Anwender, die zu Hause ihren Computer “administrieren”, vielleicht noch den der Kiddies mit einem Router zu einem kleinen Netz verbunden haben, kommen ganz schnell auf die Idee in unternehmensrelevanten IT-Entscheidungen die Entscheider zu sein..

Ich möchte niemanden anprangern oder als inkompetent abstellen, ich beanspruche für mich keinesfalls den Rang des “Allwissenden”.. Aber lasst uns IT’ler doch unseren Job machen..

2008 24 Sep

In Erinnerung an Uwe

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Ein Nachruf des Fanprojekt Halle:

Im stillen Gedenken an den Mitarbeiter des Fanprojektes Halle Uwe Menzel

Heute erhielten wir die erschütternde Nachricht über den gewaltsamen Tod des Fanprojekt Mitarbeiters Uwe Menzel.

“Unser Uwe” war ein Fußballfan, der mit dem Virus HFC infiziert war und es erfüllte ihn mit großem Stolz beim Streetwork Fanprojekt Halle arbeiten zu dürfen. Er erfüllte seine Arbeitsaufgaben mit viel Fleiß und hoher Einsatzbereitschaft. Das Fanprojekt verliert einen fleißigen Mitarbeiter und liebevollen Menschen mit einem großen rot-weißen Herzen.

Wir sind zutiefst betroffen und möchten allen Angehörigen auf diesem Wege unser herzliches Beileid aussprechen.

Lieber Uwe, wir werden Dich nicht vergessen !

Zum Hintergrund: Am vergangenen Freitag schlug ein 16-jähriger Jugendlicher einen 48-jährigen Hallenser “aus Frust” krankenhausreif. Das Opfer erlag den schweren Kopfverletzungen wenige Tage nach der Tat. (Beitrag FOCUS).

Es wird sich zeigen, was die Ermittlungen gegen die Beamten bringen, auf eine harte Strafe gegen den Täter kann ich leider nicht hoffen, so wie ich unser Rechtssystem kenne..

Lange hat es gedauert, nun ist es soweit. Die bisherige überwachte Freiheit im Stadion, das Stück “Fansein” wird auch aus dem Kurt-Wabbel-Stadion verbannt. Und dessen Umgebung. Aber Eins nach dem Anderen.

Nach den Ereignissen am Rande des Vorbereitungsspiels des Halleschen FC gegen/in Frankfurt und während des DFB-Pokalspiels in Halle gegen Hannover 96 zog der Verein erste Konsequenzen, sprach (entgegen allen Absprachen) zahlreiche Stadionverbote und Platzverweise gegen mutmaßliche Täter, Fans, Vereinsmitglieder aus. Beim Derby gegen den FC Sachsen Leipzig legte sich der Verein eine schmerzhafte Selbstbeschränkung auf, nur eine begrenzte Anzahl Zuschauer durfte dem Spiel im Stadion beiwohnen. Beteuert wurde auf der Vereinsseite der “finanzielle und ideelle Schaden”. Nun heute die nächste Meldung, ein “Interview” mit dem Vertreter der Stadt Halle (Saale) Herrn Dr. Bernd Wiegand (Beigeordnetem der Stadt Halle/Saale für Sicherheit, Gesundheit und Sport):

Als Eigentümer der Immobilie Kurt-Wabbel-Stadion unterstützt die Stadt den Verein bei der Wahrnehmung des Hausrechtes und wird die verhängten bundesweiten Stadionverbote, welche ja an sich nur für HFC-Veranstaltungen gelten würden, auch selbst für die darüber hinausgehenden Zeiträume erweitern.

..ist nicht der Sinn der Stadionverbote der, dass die Beschuldigten/Schuldigen Zeit haben “in Ruhe” über ihre Taten nachzudenken und ihnen die Chance zu geben ihr Handeln zu ändern..

Für zukünftige Heimspiele im Kurt-Wabbel-Stadion wurden unsererseits folgende erste Maßnahmen veranlasst: Das Fanhaus im Sportdreieck bleibt bis auf Weiteres an den Spieltagen geschlossen. Weiterhin werden dort ab sofort keinerlei alkoholischen Getränke mehr ausgeschenkt.

Das Fanhaus, “Hort des Bösen”, “Anlaufstelle und Zufluchtsort der Chaoten” und “Heimstätte der Randale”, nicht etwa “Anlaufstelle für alle Anhänger des HFC”. Das Fanhaus, welches durch die finanzielle, materielle und tatkräftige Unterstützung unzähliger Fans erbaut wurde, durch Sponsoren und Gönnern unterstützt ist jetzt die Ursache allen Übels. Und durch die Schließung des Fanhauses werden natürlich alle Chaoten (die sowieso durch Platzverweise vom Stadion entfernt bleiben, so wie die Polizei, Stadt und Verein ihre Arbeit loben) dem Stadion fern bleiben.

Bis auf Widerruf soll auch der Bereich ´Gegentribüne´ geschlossen bleiben, um zwischen den einzelnen Fanblöcken die größtmöglichen Pufferzonen zu schaffen. Über eine Schließung des Bereichs ´HFC-Fankurve´ wird ebenfalls intensiv nachgedacht. Hier beobachten wir das Verhalten der HFC-Anhänger in den nächsten Partien sehr genau.

Die Schließung der Gegengerade und mögliche Schließung der Fankurve, eine grandiose Idee. Ist man doch auf Zuschauer nicht angewiesen, die den Spielen noch beiwohnen. Zahlende Zuschauer sind sowieso nicht mehr nötig. Weder für ein volles Stadion, noch für einen ausgeglichenen Haushalt. Wer braucht schon Eintrittsgelder.. Und die echte Fans, ähm Chaoten oder wie die Mannschaft so nett sagte “Ultraquatsch”, werden sich sicher nicht mehr zu den Spielen kommen, wenn man nichtmehr in die Fankurve kann…

Weiterhin werden wir im Stadion selbst zu den Heimspielen keine sogenannten Choreografien und Doppelhalter sowie Megaphone mehr zulassen und das Bekunden von Meinungsäußerungen auf Spruchbändern und Transparenten untersagen.

Artikel 5 Abs. 1 GG besagt:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

In meinen Augen die allergrößte Schweinerei: “Das Bekunden von Meinungsäußerungen auf Spruchbändern und Transparenten untersagen“. Das Bedarf keines Kommentars..

Schwenkfahnen sollen die HFC-Anhänger bis auf Widerruf noch mit ins Stadion nehmen und sogenannte Zaunfahnen nur noch bis zu einer Höhe von 1,60 m aufhängen dürfen, sofern damit keine Werbebanden verdeckt werden.

… Werbebanden bis auf 1,20 Höhe, bleiben also noch 40 cm für Zaunbeflaggung?! Klasse.

In diesem Kontext weisen wir darauf hin, dass bestehende Stadionverbote konsequent umgesetzt werden müssen! Eine personalisierte Kartenvergabe ist bedauerlicherweise aufgrund eines im Kurt-Wabbel-Stadion nicht vorhandenen Ticketsystems derzeitig nicht umsetzbar. Hier denkt die Stadt aber darüber nach, dem Verein zukünftig den ausschließlichen Verkauf von Eintrittskarten nur noch an Vereinsmitglieder zu empfehlen.

Karten nurnoch an Vereinsmitglieder. Na klar, dann braucht man an den Spieltagen nicht mehr das KWS aufmachen, sondern kann gleich auf dem Sandanger, auf’n Bölli oder dem Austragungsort des GS-Cup/des Nicht-Erwünscht-Cup spielen. Für die paar Zuschauer, die Vereinsmitglieder sind, weder SV noch Platzverbot haben, sich immer noch das Spiel anschauen wollen und auch nicht selber spielen müssen reicht das dann doch allemal.

Mal schauen, was sich Vereinsführung, Stadt und Sicherheitsverantwortliche, DFB und wer sonst noch kreative Ideen hat, einfallen lassen. Es geht hier nicht darum “Fan zu sein”, oder um irgendwelchen “Ultraquatsch”, es geht darum sich in relativer Freiheit am Wochenende ein Fußballspiel anzuschauen. Wochenenden wie das Vergangene gegen Lübeck zeigen, dass es auch völlig ohne Krawalle und Bösartigkeiten geht. Warum in Halle jetzt mit Rakten auf Ameisen geschossen wird ist mir unklar. Ist es Panik, Verzweiflung oder steht man so mit dem Rücken zur Wand, dass man sich nicht weiter zu helfen weiß? Sind die Verantwortlichen so ratlos? Kamen nicht schon aus den Reihen der Fans (Ja, auch aus denen der Fankurve) Stimmen, die sich gegen Rassismus, Gewalt & Co. im Stadion ausgesprochen haben? Gab es nicht schon durch die Fankurve klare Statements? Ist Halle solch ein Einzelfall, so ein leuchtender Negativstern am sonst so Friede-Freude-Eierkuchen-Himmel des deutschen Fußballs? Suche ich über Google News nach “Fußball” und “Randale” kommen mir 156 Artikel im letzten Monat . Schließe ich “HFC” aus den Suchergebnissen aus bleiben noch 122 Ergebnisse. Darunter nicht nur Ergebnisse im Zusammenhang mit den “Problem-Ostvereinen”…

In diesem Sinne bitte ich alle ehrlichen Anhänger des HFC, ihren und unseren Verein bei einem schnellstmöglichen Imagewandel positiv zu unterstützen!

.. dann müssen diese aber auch ins Stadion gelassen werden..

Das war sie also, die Oberligasaison 2007/2008. Eine erfolgreiche Saison für den HFC und zum heutigen Saisonabschluss in Gera haben sich nicht nur die Fans Gedanken gemacht, wie sie der NOFV Oberliga angemessen “Auf (Nimmer-)Wiedersehen” sagen. Auch die Polizeikräfte haben heute, bei diesem schönen Wetter, ihre Sonntagsuniformen angezogen, ihre Autos udn Mopeds aus den Garagen geholt udn die HUnde Gassi geführt. Natürlich nicht, ohne vorher noch ausreichend Hass und Aggression einzuladen…

Für die HFC-Anhänger ging es im Rot-Weissen Partyzug nach Leipzig, wo man den Zug nach Gera bestieg. In Gera gab es dann die ersten kleineren Reibereien mit den Sicherheitskräften, die in höchster Alarmbereitschaft waren, sicherlich nur bedingt durch die Brisanz dieses Konfliktspiels. Irgendwie ging es dann doch zum Stadion, und nach einer gründlichen Durchsuchung fand man sich dann auch im Stadion wieder. Die Fans sahen eine erfolgreiche erste Halbzeit, bedingt durch die Hitze lies die Konzentration jedoch nach und zur Halbzeit machte sich allgemeine Mattigkeit breit. Aber die Hallenser wären ja keine Hallenser, wenn sie sich nicht Abhilfe schaffen würden: Binnen weniger Minuten tobte eine ausgelassene Wasserschlacht, welche leider nach einigen Minuten durch, na klar, die Polizei unterbunden wurde. Verständlich, waren doch die schwarz und grün Gepanzerten nicht eingeladen. So sind sie halt, schlechte Verlierer. Da ja auch einmal Wasser zum Spülen vorhanden war, schadete auch das großzügig verteilte Pfefferspray nicht mehr…

Zum Ende der 2. Halbzeit, quasi dem Ende der Saison, machten sich die Hallenser auf dem Zaun breit, um den 0:2-Sieg ihrer Mannschaft (mal wieder) zu feiern. Der spontane Platzsturm wurde zunächst unterbunden, nachdem das Tor dann geöffnet wurde, brachten die Cops kurze Abkühlung und ein paar freundschaftliche Klapse bei. Moment! Die Abkühlung war Pfefferspray aus der Familienpackung, die Klapser waren Knüppelschläge. Letzten Endes lagen sich dann doch Spieler und Fans mit Tränen in den Augen in den Armen. (Sicherlich waren auch ein paar Freudentränen dabei, der Hauptteil der Tränen waren aber mit Sicherheit dem Pfefferspray geschuldet…) Auch mit ein paar Tritten machten die Cops ihrem Unmut Luft, was schließlich dazzu führte, dass ein HFC-Fan nichtmehr zurück nach Halle fahren konnte, sondern mit Verdacht auf Rippenbruch dem Notruf übergeben wollte. Die anwesenden Vetreter der Landespolizei wiesen das Anliegen, dass eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung gemacht werden sollte (glücklicherweise ist der Vorfall ja auf Video aufgezeichnet) relativ kommentarlos zurück (”Ist nicht mein Problem”)

Letzten Endes ein doch gelungener Tag udn ein schöner Saisonabschluss. Bilanz: Mehrere Liter Pfefferspray, Bewusstlose, die glücklicherweise auch schnell wieder aufwachten (Pfefferspray=K.O.-Spray), denen die Erste Hilfe durch Polizeikräfte verwehrt wurde (”Kümmert euch selber drum”), 3 Punkte und eine geile Fahrt. Die Cops haben mal wieder gezeigt, dass A.C.A.B. noch immer stimmt, udn auch imemr stimmen wird. Solange diese Gewalttäter vom Staat befugt werden, Gewalt auszuüben (und das Lächeln auf deren Gesichtern zeigt, dass sie es nicht traurig macht), wird es immer wieder zu unschönen Szenen im Zusammenhang mit Fußball kommen. Grundrechte werden kurzerhand außer Kraft gesetzt. Traurig. Armes Deutschland…

PS: Hier gibt’s dann auch bald ein Video des Polizeieinsatzes. Entschuldigt den kurzen Wackler, ein Beamter hatte mir kurz zu verstehen gegeben, dass ich das Filmen unterbinden solle…

2008 29 Mai

Wer kennt die Welt

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Manuel Schmitt hat mal einen kritischen Blick auf die ganzen neuen, Web2.0-igen, Social-Networks geworfen und gibt seine EIndrücke und Meinungen hier zu Papier..

Ein wirklich interessanter (5-seitiger) Artikel, der irgendwie ein merkwürdiges Gefühl hinterlässt. Er regt zum Nachdenken an.. Wen kennt die Welt

Seit langen ist es ein Problem, ebenso lange wird es totgeschwiegen und verdreht, dementiert oder vertuscht. Klar, es gibt gewalttätige Auseinandersetzungen am Rand von Fußballspielen. Ja, es ist sinnvoll und oft auch notwendig durch Polizeikräfte sogenannte Konfliktspiele abzusichern. Aber in den vergangenen Wochen und Monaten hat sich eins immer mehr gezeigt: Die schlimmsten Hooligans und Schläger tragen Uniform. Sie sind mit Schlagstöcken udn Pfefferspray bewaffnet und machen von diesen Waffen auch regen Gebrauch. “Es ist nur zur Gefahrenabwehr” wird immer geredet. Die Wahrheit ist, dass die Polizisten/Bullen es AUCH immer wieder provozieren. Der Alltag sieht nunmal so aus, dass die gefährlichen Fußballfans, die Bedrohung für die Öffentlichkeit, eingekesselt und unter größter Absicherung, mit Hilfe des Einsatzes von Wasserwerfern, Hubschraubern, Pferde- und Hundestaffeln und Hundertschaften von Polizeibeamten vom und zum Stadion begleitet werden.. Viel Wert wird immer darauf gelegt, dass auch ja immer alle schön geschlossen laufen. Dicht voran natürlich die Polizeikräfte. Dass es in einem solchen Gedränge zu Schubsereien kommt, ist verständlich. Wenn Polizisten dies als Angriff auf sich sehen und mit Knüppeln udn Pfefferspray reagieren, ist doch das aber nichtmehr normal!!

Erst heut wieder folgende Begebenheit. Man sitzt im Zug, die Beamten der Bundespolizei überall um sich rum. Man fragt (wirklich höflich), ob der Beamte die Abteiltür schließen kann, weil es zieht. Die Antwort: “Halt doch erstmal dein Maul, dann zieht’s auch nicht”.

Unterhaltungen dieser Art sind (leider) normal und keine Ausnahmen. Die Polizisten beschimpfen ebenso zurück. Sprüche wie “ihr Assis” oder “du Penner” sind keine Ausnahmen. Anfragen nach Dienstausweis werden alzu oft mit einem Spruch wie “den muss ich dir nicht zeigen” abgewehrt, bleibt man hartnäckig sind schnell Kollegen zur Hilfe, die eine Beamtenbeleidigung bezeugen..

Doch zurück zur Polizeigewalt. Ich war sehr erstaunt, als ich bei einem der letzten Spiele einen Polizeibeamten, bzw. dessen Knüppel gesehen hab. Anstelle der (Gummi-)Ummantlung des Schlagstocks grinste mich das nackte Holz an.. Natürlich mit entsprechenden Abnutzungserscheinungen..

Oder ein anderer Vorfall: In Chemnitz bewegte ich mich außerhalb des Kessels, um Fotos zu machen, bewegte mich aber immer in Sichtweite der Beamten. Irgendwann kommt ein Beamter zu mir, stellt mich (noch) höflich vor die Wahl entweder in den Kessel zurück zu gehen oder zu verschwinden. Mit der Antwort, dass ich mein Recht auf freie Bewegung und das Fotografieren doch ganz gern ausüben möchte, schien er nicht ganz zurecht zu kommen. Er legte den Arm um mich, den ich versuchte abzustreifen (Kuscheln mit Cops muss nicht..), das geling mir nicht, als versuchte ich es etwas energischer.. Mit dem Ergebnis, dass ich mich quasi Nase-zu-Faust davon überzeuegn konnte, dass der Polizeibeamte carbonverstärkte Handschuhe trägt. Nach einem kurzen Kommentar (”das Recht hast du hier nicht”) gesellte er sich ganz ganz schnell zurück zu seinen Kollegen, welche mich angrinsten.. Als ich daraufhin eine Strafanzeige gegen den Beamten machen wollte, gab es natürlich a) keine Zeugen und b) konnte ich den Beamten auch nicht identifizieren, weil dieser (natürlich) vermummt war..

Vorfälle dieser Art gibt es Zuhauf, hier auch noch 2 Videos vom Landespokalfinale in Magdeburg:

Wieder gut zu sehen ist, wie mehrere Polizeibeamte auf einen am Boden liegenden Fan einprügeln.. (0:40) Achso: die Flüssigkeit, die so munter rumfliegt ist kein Bier oder Wasser, sondern großzügig verteiltes Tränengas/Pfefferspray…

Ich hoffe, dass dieser Artikel einen kleinen Denkanstoss über Actio udn Reactio gibt. Die Zeit gibt uns Recht, dass Gewalt immer mit Gewalt beantwortet wird und, dass bei Spielen, selbst den sogenannten Konfliktspielen auch alles ruhig laufen kann, wenn sich BEIDE Seiten ruhig verhalten. Un dnicht enttäuschte Polizisten ihren Frust an unbewaffneten Fans auslassen.

In diesem Sinne: All Cops Are Bastards - ACAB !!!

2008 27 Apr

Morgennachrichten

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Da schaut man sich die Frühnachrichten an und dann sowas…

Erst werden 3 Polizisten in den USA, genauer in New York, freigesrochen, weil sie einen Mann erschossen haben. Dieser hatte nach einer Junggesellenfeier das Zivilfahrzeug gestreift. Die Beamten fühlten sich bedroht und schossen 50 Kugeln auf den unbewaffneten nach. Selbst die 3 Polizisten zeigten sich von dem Urteil überascht…

Zweite tolle Meldung: Die SPD möchte die überzogenen Top-Managergehälter eindämmen. Da sich kein Höchstlohn verankern lässt wollen sie jetzt an die Unternehmen. Diese sollen z.B. nurnoch einen bestimmten Teil absetzen können oder die Aufsichtsräte sollen haftbarer gemacht werden…

Warum ich das jetzt hier sage. Keine Ahnung… Ich sehe jetzt, wie “Außendienstmitarbeiter beim Ordnungsamt” ausgebildet werden… Ganz klasse…

2008 31 Mär

Kritischer Umgang mit Google

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Auf 3Sat kam eine interessante Dokumentation zum Suchmaschinengiganten und Informationshändler Google… Wirklich sehr interessant und auch ein Stück beängstigend, wenn man sieht, wo Google noch hin will…

2008 12 Mär

Was zum Nachdenken

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Bin grad im Netz auf folgendes gestoßen:
Auszug StVO:

Drängeln auf der Autobahn –> 250,00 €, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
Rechtsüberholen –> 50,00 €, 3 Punkte, 0 Monate Fahrverbot
Befahren des Standstreifens –> 50,00 €, 2 Punkte, 0 Monate Fahrverbot
Fahren mit Blaulicht (ohne Befugnis) –> 20,00 €, 0 Punkte, 0 Monate Fahrverbot

Also beim nächsten Mal aufpassen beim Drängeln..

PS: Hört sich ja fast zu merkwürdig an um wahr zu sein.. Kann das jmd bestätigen?


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